Dienstag, 17. Januar 2012

Picdump: Land und Leute


Hey family! Found some souvenirs for you ;-)





Oh I miss the german ladies... :-P


Andean Guinea Pig I suppose... ;-)

Poncho-Walmart 





Montag, 16. Januar 2012

Dieses Bild habe ich im Kopf...

... wenn ich mir einen Tatort vorstelle, an dem ein Florist in einem Feuergefecht ums Leben gekommen ist. Ist das nicht romantisch? :-P

Dienstag, 3. Januar 2012

Karaoke und was sonst noch so passiert ist...

Zum Einstieg ein paar Gedanken die ich mir zum vergangenen und dem neu angefangen Jahr gemacht habe:

1. Habe heute einem Penner ein Brot und was zu trinken gegeben. Ist wie Tauben füttern nur mit mehr Brot :-P Traut euch!
2. 95% der Polizisten hier haben nur Knüppel, Räuber aber Knarren...
3. Bin heute morgen mit dem ältesten Taxifahrer von ganz Bogotá unterwegs gewesen. Ich hatte Angst! Der hat alle vier Meter den Motor abgewürgt und ist durch Schleichwege gefahren, die er und seine Indianersklavenkumpel wahrscheinlich damals noch zu Zeiten der spanischen Herrschaft höchstpersönlich verlegt haben.
4. Ich mag Karaoke wirklich nicht. Habs Freitag wieder probiert, auf vielfachen Wunsch meiner Freunde hier. Also ab in die Karaoke-Bar, die erfreulicherweise anfangs sooo leer war wie meine Blase direkt nach der heutigen Taxifahrt. Also haben wir uns erst einmal zum Aufwärmen der Stimmbänder eine Flasche guten kolumbianischen günstigen Rum bestellt und eine Tupperkanne Cola dazu.
Während wir im Katalog nach singbaren Liedern ausschau hielten füllten sich erstens die Bar und die Tische neben uns, zweitens unsere Gehörgänge mit von jungen Damen inbrünstig schief intonierten kolumbianischen Schlagern und drittens unsere Bäuche mit Rum und Cola im Verhältnis 1 : 0,05.
Die Auswahl der englischsprachigen Titel war mau und mit ziemlicher Sicherheit auch höchst depressionserregend. Lieder wie "Danny Boy", "Like a Candle in the Wind" und "Nothing compares to you" gehörten da noch zu den fetzigeren Stücken! Ohne Schmarrn. Jetzt such dir da mal ein Lied aus, was auch zum Rahmenprogramm passt, welches an dem Abend unüberhörbar "Salsa-Party" war :-)
Ich mich kurz mit dem DJ kurzgeschlossen und eine Option gefunden, der ich mit nötiger Textsicherheit und Gelassenheit entgegentreten konnte. Also das Ganze auf einen Zettel geschrieben und in die dafür von Tisch zu Tisch wandernde Box geschmissen. Stunden um Stunden vergingen, der Laden wurde immer voller. Lokalgrößen wie eine Frau del Valle von den Rancheros (wirklich keine Ahnung wer oder was sie war) trafen ein und hatten Instrumente, in dem Fall dieser Dame auch einen mords Appetit mitgebracht. Denn, selbst durch schlechtes Timing halb verhungert musste ich mit ansehen, wie Frau del Valle sich eine 10000 kcal Frittierplatte für Fünf bestellte und sich diese binnen kürzester Zeit einverleibte... und anschließend auch noch, als ob es als verbindlicher Vorschlag in einem vor ihrem inneren Auge vorliegenden imaginären Kochrezept gefordert worden wäre, selbige mit einer Schüssel Erdnüssen garnierte. Zum Glück gabs in der Nähe keine Kinderfrittöse....
Mein Magen rebellierte, schrie knurrend "NRRRUUUUUUUUUUUUUUUUUNNNNNNNNNN", was ich als "warum muss die jetzt auch noch Nüssla essen" deutete. Aber die ging direkt nach dem sich-die-Finger-ablecken auf die Bühne und trällerte los. Ich war sprachlos, rückte aber gleichzeitig etwas von der Bühne weg, da ich befürchtete, dass mir neben geschmetterten Noten bald auch schlecht gekautes, frittiertes Erbrochenes entgegen fliegen würde. Dem war aber zum Glück nicht so. Im Gegenteil. Ich glaube fast, dass das ganze Frittierfett die Stimme geölt hat. Wir waren begeistert. Was ich eigentlich schreiben wollte war, dass mein Musikwunsch nicht gespielt wurde :-( Ich wartete und wartete und nichts kam. Also weiter Rum getrunken. War ja schließlich lecker.
Ein älteres Ehepaar war auch mit von der Partie. Der Herr versuchte vergeblich unter den Beifallsstürmen seiner Frau durch Sturheit den Text auf dem Bildschirm zu verlangsamen. Was ihm natürlich nicht gelang, wodurch beide schließlich zu ihrem von mir gewählten Spitznamen "The dissomenz" (was sich aus Dissonanz und Demenz zusammensetzt...) kamen. Eigentlich putzig. Eigentlich...
Es war nun schon spät, ca. 100 Leute waren um die Bühne und der Schnaps in meinem Bauch versammelt, da schallte es durchs Mirkofon: "Entonces, Andrés y Juan con una cancion en ingles". Na super dachte ich mir, der Hund hat gewartet bis der Laden und ich voll waren! Aber egal, die wollen Karaoke? Die kriegen Karaoke! Ich ging auf die Bühne, schnappte mir das Mikro und machte erst einmal eine Ankündigung auf Spanisch. Dumm nur, dass mir hier immer folgendes Phänomen begegnet: Ich sage etwas auf Spanisch, perfekt ausgesprochen und grammatikalisch korrekt, und die schauen mich an als würde ich Klingonisch reden. Dann schau ich nur kurz genervt zu meinen Freunden rüber, lass es einen von denen 1:1 wiederholen und sie verstehens plötzlich. Echt nervig...
Meine Ankündigung "Seid ihr bereit jetzt etwas auf Englisch zu hören" schnitt sich natürlich gleich mit der ersten Liedzeile und so verpasste ich meilenweit meinen Einsatz. Juan, der den Song das erste mal zu Gesicht bekam war geschockt, sah mich an als hätte ich ihn da absichtlich reingeritten..... Hab ich auch ;) ahaha wie er mich. War ja sein Verdienst mich zum Karaoke zu bringen.
Heimtückisch wie ich war suchte ich mir "Don`t stop me now" von Queen aus, was sooooo schnell ist, dass du angetrunken, mit rudimentären Englischkenntnissen und das das erste mal hörend da stehst wie bestellt und nicht abgeholt :-) Haha keine Chance. Jetzt war das Publikum aber voller Erwartungen um die Bühne versammelt und wollte uns rocken sehen. Ui, das hatte ich jetzt vergessen... mein Plan war doch nicht so genial wie erwartet. ICH musste singen, PERFORMEN, um die Massen zu beschwichtigen. Das Tat ich dann auch, während Frau del Valle mich mit irgendwelchen Rasseln und "Wohoo"-Rufen unterstützte! Ich ging durch den Alkohol total enthemmt ab, meine Stimme glich derweilen der Kopfstimme Dieter Bohlens. Die Luft wurde trotz Trainings knapp! Denn obwohl ich jedes mal, wenn ich zu einer Runde Singstar gezwungen werde "Don`t stop me now" trällere, tat ich dieses noch nie auf 2650, mit Bühne auf 2651m über NN.!
Nichtsdestotrotz bezwangen wir die Bestie. Nein, nicht Frau del Valle, sondern den Song! Die Menge tobte! Ich vermute, weil ich endlich aufhörte zu singen! Juan hat zur Darbietung drei "Don`t ääähhhhhhmmmm" und vier "dios mio" beigetragen. Wir hatten es geschafft!
Nach mehreren Sympathiebekundungen meiner (...unserer) Fans zur Bettreife geschmeichelt verließen wir den Schuppen und zogen von dannen....

5. Silvester ist hier anders. Man langweilt sich wie an Weihnachten bis um 24 Uhr und fängt dann an zu Grillen und zu trinken. Die Mutter der Familie hat dann noch in einem Tempo ein Gebet vorgetragen, dass mir bei einer ihrer Atempausen ein "B-B-B-Be Bop a Bodda Bop" und ein "I'm the Scatman" rausgerutscht ist. Das war mir zu spät. Ich aß nichts und ging, noch fertig vom karaokieren am Vortag, um 1 Uhr ins Bett.

6. Wenn ich mal nicht zum bloggen komme liegts daran, dass ich bei Hälfte bin oder unter der schlechten Internetverbindung leide. Nehmts mir nicht übel, Qualität statt Quantität ;)

Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachten und die beste Grillparty überhaupt!

Nachdem jetzt alle Feier-, Geburts- und reguläre Wochentage, an denen ich einfach keine Lust zu schreiben hatte, vergangen sind, kann ich ja wieder mal etwas schreiben.
Aus gegebenem Anlass dreht sich der heutige Eintrag um das Thema Weihnachten in Kolumbien.
Das feiert man hier so:

Am 24. gammelt die ganze Verwandtschaft, das kennt man ja. Man hat mir gesagt es gäbe, wenn alle da sind, etwas zum Essen. Traditionelle kolumbianische Küche. Ui da hab ich mich gefreut. Also wartete ich mit einem mords Hunger seit dem Frühstück auf die von der Oma gekochte Suppe (Ajiaco<--- soo lecker!). Gegen 23 Uhr wurde ich müde, der Hunger zur Qual. Für einen Mitteleuropäer nämlich, der an Weihnachten daheim für gewöhnlich spätestens alle 2 Stunden ausreichend supplementiert bzw. gemästet wird, sind 10 Stunden schon eine Zumutung ;-) Hier wartet man nämlich am 24.12. bis der 25.12. anfängt. Sprich 24.12 um 24 Uhr gehts los. Die Zeit zwischen 24.00 Uhr und 0.00 Uhr überbrückt man gekonnt mit vom Akkordeon begleiteten Megaphongesängen und dann ist Weihnachten. Es gibt Geschenke und, weil die Oma so spät ja eigentlich schon in den Schlaf entsiecht ist, wird kurz nach den Geschenken auch noch schnell die Suppe verteilt. In Styroportellern. Die sind für jemanden der die normalerweise nicht benutzt extrem heimtückisch! So hatte ich innerhalb von 2 Sekunden mit der Plastikgabel, beim Versuch einen der festen Bestandteile der Suppe zu fixieren, vier Löcher in den Boden des Geschirrs gestanzt. Oh nee, jetzt musste ich die kochendheisse Suppe im Halbschlaf auch noch SCHNELL essen. Die Mutter der Familie dachte ich hätte ordentlich Appetit und hat mir, sobald ich den Boden des Tellers erblickte, ordentlich nachgeschenkt. Mist, nochmal die heisse Lavasuppe mit den vier Löchern um die Wette schlürfen :-P
Zu der Suppe gab es den von mir an die Familie verschenkten Wein. Ein Merlot der theoretisch echt was taugte! Ich hab ganze zwei Plastikbecher davon getrunken und wurde von der Familie entgeistert angeschaut! Der Grund war, dass ich Wein trinken kann ohne mein Gesicht dabei zu verziehen als wäre es Strohrum. Vielleicht lags ja auch daran, dass ich den Wein nicht wie nen Tequila reingekippt habe, sondern genüsslich genossen habe :)
Zeit für mich ins Bett zu gehen...

Am ersten Weihnachtsfeiertag gings zur Grillparty. Da gehts richtig ab, wer nicht noch von der Nacht besoffen war hatte jetzt die Gelegenheit dies nachzuholen. Gesagt, getan :-)
Es war 15 Uhr und mir wurde der erste Becher Whisky in die Hand gedrückt. Als ich sah was auf dem Grill lag wusste ich, dass es nur Sinn machte den Becher auch auszutrinken. El Chorizo, mein alter Feind aus Eberfleisch und seine Gefolgschaft suhlten sich auf dem heissen Rost. Und ich sag euch das waren UNMENGEN Chorizos...

Gefühlte sieben Becher Whisky später kam etwas auf mich zu, der Himmel verdunkelte sich. Mein erster Gedanke war: "Uuh, Sonnenfinsternis? Jetzt?" Es war nicht irgendeine Sonnenfinsternis, sondern Frau Sonnenfinsternis (*Name vom Autor für eine übermäßig fette und hässliche Frau gewählt) höchstpersönlich. Weiter dachte ich mir: "Och nö, was will die denn...?!... Lass mich raten, bestimmt tanzen...!!!"
Richtöööch! :-(
Mich an meinen Grillteller klammernd und verzweifelt in Richtung meiner besseren Hälfte blickend versuchte ich, mir Ausreden auf Spanisch einfallen zu lassen. Das ist gar nicht so leicht. Alle mir sonst bereitwillig einfallenden charmanten Beleidigungen tauchten zwar in meinem Kopf auf, weigerten sich aber sich übersetzen zu lassen. Panisch saß ich, samt Grillteller und Klappstuhl im Schatten der Sonnenfinsternis verschwindend, auf selbigem Klappstuhl und war paralysiert. Plötzlich verselbstständigte sich, vom Schnaps beflügelt, eine der dümmsten Ausreden, die dir in so einem Moment einfallen kann: "Entschuldigung, aber ich kann nicht tanzen..." Diese Steilvorlage abgefangen konterte ES: "Ach komm, das ist unsere Kultur und ich möchte dir das beibringen. Das ist ganz einfach..."
"Genauso wie sich beim Versuch dich hochzuheben einen Bandscheibenvorfall einzufangen" schoss es mir, wütend über mein Versagen, auf Deutsch aus dem Mund. Grinsend, um niemanden zu beleidigen. Zu allem Überfluss wurde ich von der ehemals besseren, jetzt nur noch Hälfte genannten Person, meines Tellers und Bechers entledigt und unter Androhung sämtlich möglichen Entzugs zum Aufstehen gezwungen... mit den Worten "Stell dich nicht so an, die Frau ist soo nett zu dir und will dir sogar das Tanzen beibringen". "Tanzen, Salsa tanzen! Donnerte es aus Frau Sonnenfinternis'es Richtung"
SALSA? Oh Gott, ihr erinnert euch vielleicht, dass das etwas mit sich die Hüften aneinanderreiben war?!
Ich drehte mich um, mit meinen Blicken Hilfe bei den anwesenden Gästen suchend!
Doch Hälfte warf mir einen eiskalten Killerblick zu.....
Was bleibt einem Mann da anderes übrig als aufzustehen, seine Hose zurecht zu rücken und sich schnellstmöglich einen Notfallplan einfallen zu lassen??
Einen Notfallplan, genau das ist es was ich jetzt brauche! Denk denk denk denk denk!
Frau Sonnenfinsternis hatte das breiteste Grinsen (wohl leibesumfang-bedingt) drauf und strahle über beide Backen so wie die Sonne, die sie als Mond verdeckte.
"Okai, wir tanzen!" verkündete ich lauthals, mich meinem Schicksal beugend. "Unter einer Bedingung! Wir tanzen Estilo Aléman! German-Style Baby!" Mit diesem blitzgescheiten Einfall konnte ich meinen Kopf noch einmal kurz vor knapp aus der Schlinge ziehen. Denn was ist schon Estilo Aléman? Interessiert schaute das Partyvolk auf mich und den Mond. Estilo Aléman war für mich folgendes: Ich packte es an den Händen und hüpfe wie ein Depp mit größtmöglichem Abstand um die Dicke herum. Die Leute schauten verwundert, begleiteten aber schließlich das Schauspiel mit Applaus! Andere fingen an meinen Tanzstil zu kopieren. So war plötzlich die ganze Sippschaft am tanzen. Estilo Aléman! Mir einen blöden, aber glaubwürdigen, Move nach dem anderen ausdenkend hüpfte ich also 10 Minuten auf der Feier herum, bis es vom Grill her schallte "Leute! Essen ist fertig". Die Sonnenfinsternis verschwand so schnell wie sie gekommen war und ich war frei! "Puh, mehr Glück als Verstand", dachte ich mir und verschwand von der Tanzfläche.

Der Grillteller war, von den Chorizos abgesehen, wirklich lecker. Er bestand aus einem Rindersteak, Kartoffeln, gegrillter Kochbanane, Guacamole, Aji und Rippchen. Was will man mehr. Die Oma der Familie mochte die Chorizos auch nicht und hat wie ich verzweifelt einen Hund gesucht. Fehlanzeige!
Ich aß mich also satt und anscheinend war ich von dem guten Essen oder der sehr pikanten Soße so gerührt, dass mir eine Träne die Wange runterkullerte. Das hat natürlich der nächstbeste Onkel gesehen und gedacht, ich würde mich nicht wohlfühlen! Also noch mehr Whisky für mich und, weil das hier anscheinend zur Aufmunterung dient, wurde ein Set mit Schlag- und Schrappinstrumenten herangeschafft.
Ehe ich mich versah hatte ich eine Kuhglocke in der Hand und wurde genötigt, diese auch so zu spielen als ob es mir Spaß machen würde. Ich saß also da inmitten der Grillgesellschaft und schlug als einziger auf einer Glocke herum, die weder zur Musik noch zu meiner Laune passte.
Zehn monotone Minunten später wurde mir eine Güira in die Hand gedrückt und ich durfte weitere zehn monotone Minuten sozusagen herumgurken (weil das deutsche Synonym für dieses Instrument wohl die Ratschgurke ist). Darauf folgten Trommel, eine kleinere Güira und eine Rassel. 45 Minuten meines Lebens entschwanden unwiederbringlich in die Sinnlosigkeit...


Als dann noch der Freund von Hälfte`s Mutter, er war ziemlich angesäuselt, mit seiner Digicam kam und mir und Hälfte`s Brüder die Bilder von dem letzten Ausflug zeigte, wäre ich beinahe vor Lachen gestorben. Denn, was mir schon beim Einschalten der Kamera und der vorherigen Unterhaltung über das "Wo" und "Wie" die Bilder entstanden sind klar war, hatte der gute Herr wohl schon wieder vergessen. Das erste Bild zeigte einen Hotelbalkon bei Nacht. Das zweite Bild den Hotelbalkon bei Nacht mit nem Klappstuhl. Das dritte Bild den Hotelbalkon bei Nacht und die Mutter der Familie in Dessous in aufreizender Pose...... AHAHAHAHA NEEEEIIIIIIIIN! Die armen Brüder müssen Fotos von ihrer Mama in schmuddeliger Unterwäsche auf nem schmuddeligen Hotelbalkon bei Nacht sehen...ahaha zu lustig! Als dann noch Herr von Ange-Säuselt peinlich berührt und mit hochrotem Kopf "Oh?!" sagte, abwechselnd die Jungs und die Digicam anschaute und dabei völlig vergaß NICHT weiter zu blättern um nicht noch mehr Unheil zu verrichten, konnte ich nicht mehr und war nun endgültig am Weinen!
Seitdem kann ich nur der Dame nicht mehr in die Augen schauen....ahahaha :-) Zu gut!


Wie ihr seht hat mir Weihnachten hier gefallen! Ich war nach nem halben Liter Whisky ziemlich gut beieinander und konnte deshalb wunderbar schlafen und im Traum die Erlebnisse des Tages verarbeiten!

Over and Out. Dankeschön ;-)

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Montag, 12. Dezember 2011

Die ewig sich drehende Kinderfritteuse....

...WAAAS?!?!,fragen sich die, die jetzt schon mit dem Lachen fertig sind :-)
Die ewig sich drehende Kinderfritteuse ist natürlich nur ein Bild, dass mir auf dem kolumbianischen Weihnachtsmarkt in den Kopf geschossen ist. Beim Anblick einer defekten Kinderfritteuse :P
...WAAAS?!?! - erzählst du da eigentlich?
Auf jedem Weihnachtsmarkt wollen die großen und kleinen Kindlein unterhalten werden. Das ist in Kolumbien nicht anders. Dazu werden auch hier die schweren Geschütze aufgefahren, beispielsweise ein Riesenrad der Marke Eigenbau. Man muss ich ein Rhönrad vorstellen, dass drehbar aufgebockt und mit Fritteusenkörben (alternativ auch Hundetransportboxen) versehen an einer Kurbel befestigt ist, welche wiederum an einem Riesenradkurbler hängt. Die Kleinkinder werden da wirklich in eine rundum verschlossene Gitterbox gezwängt und dürfen dann 5 Minuten riesenrädern.
Defekt war die Kinderfritteuse deshalb, weil die Wanne mit der siedenden Frittüre (hab ich gegoogled, ist der Fachausdruck fürs Öl/Fett :-P) fehlte und diese somit nicht funktionstüchtig war.
Glück gehabt Kinders! Ahaha ein Anblick, was hab ich gelacht! Ich werde Bilder nachreichen...

Der Bilinguale Penner
Über den Weihnachtsmarkt schlendernd sah mich ein Penner und witterte seine Chance. Soweit ja nichts besonderes hier, passiert jeden Tag drei- bis fünfmal...
Er kam auf mich zu und fing an auf Spanisch zu brabbeln... und das in einem Tempo! War ja aber wie gesagt nicht der Erste dieser Sorte, der mir begegnete. Ich frag die immer, bevor die mit ihrer oft dermaßen an den Haaren herbeigezogenen Lebensgeschichte anfangen, ob sie ein paar Pesos brauchen und wenn sie gleich sagen, dass es grad scheisse läuft und ihnen das helfen würde, geb ich auch gerne etwas.
Allergisch bin ich nur auf diejenigen die dir versichern, dass es nicht um Geld geht, dir eine halbe monotone Stunde (ungelogen...!) lang mit ihrem Monolog das Ohr abkauen um dir dann am Schluss zu sagen, dass sie Geld brauchen. Und dieser Herr war ein solcher Ohrabkauer....
Also gleich abgewürgt und gesagt: "Perdon, no entiendo" ("'Tschuldigung, versteh kein Spanisch") und mir heimlich etwas ins Fäustchen gelacht, weil ichs ja doch verstehe :-P

.
.
.
Stille...
.
.
.

Hartnäckiger Bilingual-Penner-Man: "No problem. I speak english, too!"
Völlig überrumpelt dachte ich mir: Mist, er hat mich erwischt! Gegenzug einleiten! All-in, alles auf eine Karte! Mein Konter-Move war ein gekonntes Augenrollen in Kombination mit einem leicht genervt und ostdeutsch vorgetragenem "Och nöööö!!!!"
.
.
.
Wieder Stille... Meine Tarnung flog auf, mein Cape entfaltete sich im plötzlich aufgekommenen Wind! Denn ich, ICH bin Quadrilingual-Man!

Ha, damit hatte Bilingual-Penner-Man nicht gerechnet! Und so stand er nun da, von einer verbalen Faust in den Unterleib geboxt und offensichtlich angeschlagen. Seine Bettellust versiegte, die Augen schweiften ab und verloren ihren Gier-Glanz....doch da bäumte er sich noch einmal mit letzter Kraft auf, sah mir Tief in die Augen, zeigte mit dem Finger auf mich und sagte: "FUCK!"
.
.
.
Ich sah ihm, auf das "... you!" wartend, auch in die Augen. Doch es kam nicht! ...Und wusste schlagartig, dass alles nur Schau war! Geschlagen zog er von dannen und verschwand in der Nacht.
Triumph! Hehe


Del Fin, morgen mehr :-)

Bogotá bunt Picdump 3 (Sigma DP2s)


Weihnachtsdeko...
Da hinten (ja, gaaaaanz da hinten am Berg) bei den weißen Hochhäusern wohn ich. Fleissig laufen jeden Tag ...

Wenn man EINMAL ein Bild von einem Straßenhändler machen will latscht einem ganz Bogotá ins Bild!

Essentiell für Bogotá, Backsteine...überall

Grad war wenig los.

Busrennen, Grün hat gewonnen ;-)

Blauer Himmel und Palmen...
Wieso Gänse?

Weihnachtsdeko...
Weihnachtsdeko...




Bogotá schwarz-weiss, überbelichtet. Picdump 2 (Sigma DP2s)








Montag, 5. Dezember 2011

Eineinhalb neue Hunde!

Dank zweimaligem Umzuges und diverser Tage ohne Internet (...Ich weiß, wie schrecklich!) ist alles wieder zur Normalität zurückgekehrt. Woher ich das weiß? Mir begegnen wieder die seltsamsten Hunde. Besser gesagt ein Hund und ein halber.

Hund Nr. 1, ein freundlicher und extrem unfreundlich aussehender Bullterrier names "Ghetto". Als wäre dieser Hund nur zum Erfüllen von Klischees geboren worden. Seine Lieblingsbeschäftigung ist es, sich in den Läufer im Flur zu verbeißen und diesen und sich solange zu schütteln, bis einer von beiden Sterchen sieht. Aber ansonsten ist er echt lieb. Nur trau ich mich gerade nicht mehr Nachts aus dem Zimmer, er wohnt nämlich im Flur :-P
Und wenn ich keine Angst mehr vor ihm habe, dann mach ich für euch auch einmal ein Bild von dem Vieh!
Update: Ich habe immernoch Angst, konnte die Bestie aber stellen, als sie mir in mein Zimmer gefolgt ist!
"Ghetto" bei einer Zähne-fletsch-Pause ;-)


Nr. 2, oder besser noch Nr. 1,5. Keine Ahnung was es darstellen will/ soll, aber als ich das Viech das erste Mal gesehen habe ging mir folgender Gedanke durch den Kopf: "Wozu braucht eine Familie, die offensichtlich nichts mit Medien und Musik zu tun hat einen Mikrophonschoner?" Dann hat es sich bewegt und ich konnte so etwas wie eine "hundeoide Lebensform" erkennen. Fellfarbe blau-grau! Augenfarbe, Gesichtsform und Körperbau: Hässlich!

Sodala, eigentlich arbeite ich ja gerade, deshalb später mehr!

Mittwoch, 30. November 2011

Etwas Slapstick

Total gestresst wegen der Zimmersuche und den endlosen Unterhaltungen mit saudummen Menschen (die Vermieter...) hilft es mir, mich auf die lustigen Momente zu konzentrieren um mich wieder zu beruhigen. Diese wären sortiert nach Komikfaktor (aufsteigend):

Der Friseur. Die Berufsbezeichnung scheint hier wohl jeder nach erfolgreichem Abschluss der Sonderschule zu bekommen. Ich weiss nicht wie die das machen, aber nach einem Friseurbesuch sieht man aus wie frisch gerupft. Dabei benutzen die Scheren und Rasierapparate. Wenn man Glück hat, kann man die Frisur gerade noch als asymmetrisch bezeichnen. Einfach herrlich, ich mach später mal ein Foto von einem Freund. Ahaha zu gut.

Das gestrige Abendessen. Said, ein Freund hier, feierte gestern seinen 25. Geburtstag. Wir waren insgesamt neun Leute und soweit war das ein ziemlich gelassener Abend. Bis dann ein anderer Freund, nennen wir ihn José *, die Torte für sich entdeckte und davon genüsslich naschte. Komischerweise war er plötzlich stumm, zu Tränen gerührt und etwas rot im Gesicht. Wir fingen alle an zu lachen, Sätze wie "so gut ist der Kuchen auch wieder nicht, dass man jetzt deswegen heulen muss" oder "Och süß, er freut sich so für dich dass er weint". Das ging munter so weiter, bis sich unerwartet seine Gesichtsfarbe von Rot zu Blau änderte! Es fiel uns nach fünf Minuten (hehe) wie Schuppen von den Augen, dass der Doldi sich eigentlich gerade unheimlich am Kuchen verschluckt hatte und am ableben war. Wir lachten noch zu Ende und leiteten dann Hilfsmaßnahmen ein. Ein gelungener Abend, genau nach meinem Geschmack! :-)

( * Name von der Redaktion geändert :-P)

Die Limonade. Selbige kaufte ich mir letzten Sonntag nach dem Mittagessen und ging ein bisschen spazieren. Multitaskingfähig, wie wir Männer nun mal sind, versuchte ich gleichzeitig zu gehen, zu trinken, zu denken, zu schnaufen und zu flirten und dabei gut auszusehen. Hat nicht geklappt. Hatte die Flasche gerade zum Trinken angesetzt, da trat ich versehentlich in ein Schlagloch, biss mich an der Flasche fest und die Kohlensäure tat durch die Erschütterung ihr Übriges. Mir blähte es die Backen auf, die Limonade schoss mir durch die Nase und die Mundwinkel wieder heraus und ich wurde unter Furz-, Gurgel- und Blubberlauten zum Springbrunnen. Ich glaub mir kam sogar Limo aus den Ohren, so hat sichs zumindest angefühlt :-P Das wars dann mit dem Flirten, zumindest hab ich die Damen (und die restlichen 150 Leute) zum Lachen gebracht....